Willkommen auf der Homepage der Gemeinde Diespeck

Gasthof "Zum weißen Ross"

Die Wege der Aischüberquerungen von der Furt Klobenmühle, dem Fürtelsteg und der Bruckenmühle mündeten alle in die Bamberger Straße. Der Straßenname erinnert an den Bezug zum Bistum Bamberg. Die Bamberger Straße verlief quer durch den ganzen Altort vom Gutshof im „Unteren Dorf“ bis zum Frühmessplatz im „Äußeren Dorf“, dem heutigen Rathausplatz.

Bei der Taverne „Zum weißen Ross“ führte die Walpertgasse entlang der Burganlage den Berg hoch zur Strut, einem großen Straßenfeld, das aus zahlreichen Fahrrinnen bestand. Der Wegname Walpertgasse erinnert an die alten Bamberger Vorbesitzer der Burganlage, die Adelsfamilie von „Walpot“. Im Jahre 1285 übernahmen die Nürnberger Burggrafen, die Herren von Neustadt an der Aisch, vermutlich den angrenzenden Diespecker Walpotenbesitz. „Für den Ort Newnstadt“, die Stadt Riedfelden, verzichtete Friedrich Walpote 1285 auf alle seine Lehen, Äcker, Wälder und Patronatsrechte über Pfarrkirchen. Turmburg, Gutshöfe, wertvolle Fahrtrechte und Anbauflächen wechselten den Besitzer. Die Übernahme beschleunigte den Ausbau der Stadt Neustadt zum Hauptsitz der Markgrafen.

Im Zuge des Straßenausbaues wurde die Walpertgasse 1965 in Dettendorfer Straße umbenannt. Die historisch wichtige Namensgebung der Walpoten verschwand somit. In den Diespecker Herbergen konnten die Händler mit ihrem Geleitschutz übernachten. Nach starken Regenfällen oder während der Schneeschmelze war das Aischtal überflutet und nicht mehr befahrbar. Die Fuhrleute mussten manchmal mehrere Wochen in den Herbergen übernachten. Nach dem Rückgang des Hochwassers war die höher gelegene Furt bei der Klobenmühle als erstes passierbar.

In der Herberge „Zum weißen Ross“ wurde Branntwein ausgeschenkt. In der Umspannstation wurden die Pferde gewechselt. Das Eckgrundstück war bereits 1569 bebaut. Im Jahre 1760 erscheint Hans Hofmann als Wirt „Zum weißen Ross“. lm Jahre 1798 übernahm der Schultheiß Johann Kolb das Wirtshaus für 3.500 Gulden3. Im Jahre 1817 erwarb der Sohn vom Schultheiß Johann Heinrich Wehr, der Bierbrauer und Bäcker Johann Konrad Wehr, das Wirtshaus mit seinen 23 Tagwerken Land von der Witwe Basler für 19.000 Gulden.