Neues Schloss
Die Adelsfamilie Senger baute im 17. Jh. ihr neues zweistöckiges Wirtshaus an die Bamberger Straße. Wegen der Größe des Hauses wurde es „neues Schlößlein“ genannt. Vorher stand an dieser Stelle eine ältere einstöckige Taverne. Darauf weist ein altes Braurecht hin.
Im Erdgeschoss des neuen Schlosses lag die „Tabern“. Im ersten Stock des Wirtshauses gab es einen großen Saal und zwei kleinere Räume. Unter dem Haus lag ein Felsenkeller. In der „Taverne“ oder „Schankwirtschaft“ des Erdgeschosses wurden Bier und Branntwein ausgeschenkt.
In den großen Stallungen des Gutshofes wurden die Fuhrwerke und Zugtiere der Handelsreisenden versorgt. Das künstlerische Fachwerk des denkmalgeschützten „Neuen Schlosses“ schimmert bei Regen durch den Putz. Ob der Gutshof im 30-jährigen Krieg zerstört wurde ist unklar. Die Kindstaufen des Schlossherren, der Dienerschaft, des Schlossbauern Müller und des Wirts Adam Wehrn zeigen, dass der Gutshof bereits im Jahre 1652 wieder bewohnt und bewirtschaftet wurde.
Im Jahre 1744 starb Casimir von Senger. Fünf Jahre später fand der „Heimfall“ der markgräflichen Güter und deren Zerschlagung statt.
