Schüdthaus
Auf der höher gelegenen hochwassersicheren Ostseite des Gutshofes wurde das Schüdthaus gebaut. Ins Schüdthaus wurden das angebaute Getreide des Gutshofes und die Abgaben seiner Fronhöfe geschüttet. Im Dachboden des Schüdthauses und der dahinter liegenden Scheune lag die „Schütte“, der Getreidespeicher.
Das Schüdthaus war Vorratshaus und Wohnhaus der Schlossdiener. Unter dem Haus lag ein großer trockener Felsenkeller. Das Schüdthaus war gleichzeitig Amtshaus des Gutshofes, in dem Abgaben und Steuern der zum Gutshof gehörigen Fronhöfe, Äcker und Wiesen abgerechnet und verwaltet wurden.
Vermutlich wurden im 11. Jh. im Amtshaus auch die Zollkosten berechnet. Im 16. Jh. wurden dann alle Ämter nach Neustadt verlagert.
